Gorillas im Nebel
Heute haben wir schon den sechste-Woche-Geburtstag und ich versuche mal ein kleines Resumee zu ziehen auf die Frage "wie geht es euch?" oder auch "und, wie isses so?"
Heute morgen um 6.00, als wieder der June Gloom Nebel um unser Häuschen schlich und wir Paula nach ihrem ersten Frühstück zu uns Bett holten, fühlten wir uns wie die kleine Gorillaschmusegruppe im Blätternest eines Waldes, Gorillamama und - papa mit ihrem Jungen. Mama zu sein fühlt sich manchmal tatsächlich etwas archaisch an. Vielleicht zitiere ich einen Bericht, den ich in Sheilas Babykurs zu lesen bekommen habe, Thema: "Adjusting to Parenthood" :
…the physical wounds of childbearing heal, but becoming a mother will leave an emotional wound so raw that you will be forever vulnerable. Now matter how sophisticated you are, becoming a mother will reduce you to the primitive level of a bear protecting her cub….everyday decisions and tasks are no longer routine… however decisive you used to be, you will second-guess yourself constantly as a mother….the relationship with your husband will change, but not in the way everyone thinks, nobody says how much more you can love a man who is always careful to feed and diaper the baby or offer a piggy back ride to bed…I want you to share the joy that is so real, it hurts….
Das, würde ich sagen, sind die schönsten Veränderungen, die ich erlebe und auf die einen vorher so genau keiner vorbereitet. Jeden Morgen um 5.30, wenn ich mich aus dem Bett stehle, um einen kleinen Vorsprung vor Paula zu haben, freue ich mich auf sie. Jeden Tag, den sie wächst, lernt, sich entwickelt, genieße ich.
Das Neuland, das man jeden Tag als frische Eltern mehrfach betritt (was ich als die größte Herausforderung sehe), versuche ich soweit wie es geht unter Situationskomik zu buchen z.B. erste Mal Milch von der Brust abpumpen, erste Mal als Gast auf einer Party ein picobello Badezimmer mit exzessiven Windel - und Abwischtücherverbrauch verwüsten und natürlich wieder herstellen während das Kind vor Hunger wie am Spieß schreit und man selbst unter selbsterzwungener Blasenverstopfung leidet, das erste Mal auf einer Kaufhaustoilette Paulas Windeln wechseln, während 14 aufgeregte Verkäuferinnen (AMERIKANISCHE Verkäuferinnen, yes please!!) nach einem Schulungsseminar die Räumlichkeiten aufsuchen, das erste Mal beim Fotografen versuchen von einem Winzling mit Technobewegungsmuster Passfotos zu schiessen und so weiter und so weiter….
Paula will jetzt spazieren gehen, habe ich durch taktisch genaues Fragen herausgefunden und dann ziehen wir jetzt Mal los…
Grüße an alle, die an meinen Geburtstag gedacht haben und an alle anderen auch
bis bald, bussi isi
